Schädlinge im Garten
Neben Schmetterlingen, Hummeln, Bienen und anderen Nützlingen gibt es natürlich auch Insekten, die dem Hobbygärtner das Leben schwer machen. Schädlinge. In dieser Gruppe gehören jedoch nicht nur die saugenden Insekten, wie Blatt- und Schildläuse, sondern auch Spinnmilben, Weichhautmilben, Wühlmäuse, Nacktschnecken etc. Deren Bekämpfung ist beinahe eine Lebensaufgabe von jedem Gärtner.
Manche geraten an den Rand der Verzweifelung. Dabei helfen oft ganz einfache Mittel, um der Plage zur Leibe rücken zu können. Nicht immer muss es Gift sein, was man im Garten versprühen muss, um die Plagegeister loszuwerden. Immer mehr Hersteller setzen auf biologisch abbaubare, oder gar ganz natürliche Produkte. Diese sind nicht nur im Fachhandel erhältlich, sondern auch oft in kleineren Gärtnereien, ja sogar bei den Versandgärtnereien.
Schneckenkorn hilft leider nicht immer. Was hier eher hilft, ist, wenn man die Schnecken einsammelt und über den Restmüll entsorgt. Auch ein Becher, halb mit Bier gefüllt, in den Boden gegraben lockt die Schnecken an. Gerade im Gemüsebeet sind Schnecken eine regelrechte Plage. Hier kann schon mal helfen, auf Schneckenresistente Sorten zurückzugreifen, oder als Beetumrandung Kopfsalat zu pflanzen. Damit sind die Schnecken so sehr beschäftigt, dass sie gar nicht erst weiter nach Nahrung suchen.
Blattläuse kann man sehr gut mit selbst hergestellter Schmierseifenlösung bekämpfen. Die Anwendung muss in der Regel zwei- bis dreimal in Abstand von einigen Tagen wiederholt werden. Gegen Schildläuse helfen Ölhaltige Präparate, die man relativ günstig im Handel bekommt.
Weichhautmilben können einen wahrhaftig zur Verzweiflung bringen. Gegen die gibt es bis jetzt kein wirksames Mittel, zumindest nicht für den Hobbygärtner. Hier hilft oft nur, die Pflanzen einem Warmwasserbad zu unterziehen, wobei die ganze Pflanze im 42°C warmes Wasser getaucht wird. Danach sehen die meisten aus, als wären sie nun endgültig tot, doch das täuscht. Sie treiben flott wieder aus und mit etwas Glück sind die Weichhautmilben vernichtet. Gegen Wollläuse hilft oft ein starker Wasserstrahl. Wühlmäuse kann man loswerden, indem man ihre Löcher mit Hundehaaren stopft, oder Flaschen leicht schrägt in den Boden eingräbt. Das Pfeifen, das durch den Wind erzeugt wird, soll die Wühlmäuse vertreiben. Batterie- oder Solarbetriebenen Wühlmausschreck bekommt man im Fachhandel, diese müssen einfach in den Boden gesteckt werden.
Auch der Einsatz von Nützlingen kann im Garten helfen, Schädlinge loszuwerden. Eine Wildblumenecke lockt viele Nützlinge an.